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Infrastrukturinvestitionen sind das Herzstück vieler staatlicher Konjunkturprogramme für die Belebung der Post-Corona-Wirtschaft. Auch Initiativen wie der Green New Deal bauen darauf, dass „Build Back Better“ – Bidens Wahlkampfslogan – mithilfe privater, langfristiger Investoren realisiert werden kann. Doch ob sich diese Hoffnung erfüllt, ist nicht zuletzt eine Frage zuverlässiger Daten: Investoren müssen Zugang zu realistischen Daten über den Fair Value, die zu erwartende Rendite und die Risiken von Infrastrukturinvestitionen erhalten. Sonst wird eine Entscheidung für Investoren schnell zum Blindflug.

Dabei sind langfristige Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen permanent auf der Suche nach niedrig korrelierten, renditestarken Alternativen zu Anleihen und Aktien. Gerade nicht börsennotierte Infrastruktur-Aktien oder -Anleihen könnten eine passende Antwort sein. Dennoch haben diese institutionellen Investoren bislang keine nennenswerten Positionen im Infrastrukturbereich aufgebaut: Nach Angaben der OECD investieren die größten 100 Pensionsfonds durchschnittlich derzeit lediglich 1,3 % ihres Vermögens in Infrastruktur-Aktien und haben fast kein Engagement in privatem Infrastruktur-Fremdkapital. Die Anlageklasse Infrastruktur ist trotz ihrer Vorteile für viele langfristige Investoren völlig neu.

Optimale Anteile von Infrastrukturinvestitionen
am Gesamtportfolio
Anlageklasse’20/80’-Investor’60/40’-Investor
Renditeziel 2.78 %4.34 %
Gewichtung
(Anteil am Gesamtportfolio)
Infrastruktur-Eigenkapital (z.B. Aktien) 2.4 %10.7 %
Infrastruktur-Fremdkapital (z.B. Anleihen)10.6 %0.0 %
US-amerikanische Aktien 12.3 %16.7 %
Aktien aus Emerging Markets6.3 %13.6 %
Unternehmensanleihen22.2 %18.2 %
Staatsanleihen25.6 %25.1 %
Real Estate (Immobilien)4.0 %9.3 %
Private Equity 0.0 %0.0 %
Hedgefonds3.0 %0.0 %
Rohstoffe13.6 %6.4 %
Portfolio Rendite3.29 %4.34 %
Portfolio Risiko5.41 %7.10 %
Sharpe Ratio0.6080.611
Sharpe Ratio ohne Infrastrukturinvestments0.5730.581
Quelle: EDHECinfra.
Ohne Daten keine Investitionsentscheidung

Ein Grund für die Zurückhaltung liegt in der bisherigen Datenlage: Investoren versuchen, nicht börsennotierte Infrastrukturinvestitionen mithilfe abgeleiteter Daten zu benchmarken. Dazu haben sie sich an ähnlichen börsennotierten Werten orientiert oder jährliche Bewertungen nicht börsennotierter Infrastrukturinvestitionen übernommen, die aber ohne Kenntnis aktueller Marktwerte oft auffällig niedrige Risikoniveaus haben. Solche Annäherungen und Schätzwerte haben aber den großen Nachteil, dass sie rückwärtsgewandt sind. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie nicht den aktuellen Fair Value und das Risiko widerspiegeln, wie die Investitionen vom Markt bewertet werden. Ohne aktuelle Bewertungen ist das Risiko aber hoch, dass Investoren Rendite und Risiken falsch einschätzen. Dies gilt übrigens auch für die Aufsichtsbehörden, von denen einige jetzt ermitteln wollen, welche Auswirkungen die Corona-bedingten Lockdowns auf Infrastrukturinvestitionen hatten.

Dabei sind inzwischen bessere Daten vorhanden; und damit entfällt ein Hindernis auf dem Weg zu einer höheren Infrastruktur-Investmentquote. Denn aktuelle Forschungsergebnisse legen nahe, dass es für Anleger sinnvoll sein kann, bis zu 10 Prozent ihres Portfolios in Infrastruktur-Aktien oder -Anleihen zu investieren.

„Aktuelle Studien zeigen, dass Investoren bis zu 10 Prozent ihres Portfolios in Infrastruktur-Aktien oder -Anleihen investieren sollten.”— EDHECinfra

Durch Fortschritte in der Datenerfassung und Bewertung von Vermögenswerten in illiquiden Märkten bietet EDHECinfra seit Ende 2019 aktuelle Indizes zur Performance von mehreren Hundert nicht börsennotierten Infrastruktur-Aktien sowie Tausenden nicht börsennotierter Infrastruktur-Kredite und -Anleihen.

Einer der populärsten Indizes von EDHECinfra ist der Infra300, der die Performance einer repräsentativen Auswahl von 300 nicht gelisteten Infrastruktur-Beteiligungen in 22 Ländern abbildet. Etablierte Investoren, wie zum Beispiel der OECD-Pensionsfonds sowie große kanadische, australische und nordeuropäische Investoren nutzen diese Daten bereits, um ihre Infrastruktur-Investitionsstrategie zu entwickeln und die Entwicklung zu verfolgen.

Infrastruktur sollte (mehr) Platz im Portfolio finden

Anhand dieser Daten lässt sich zeigen, dass für konservative Anleger wie Versicherungen, die bereits weitgehend in Anleihen investiert sind, die Portfolio-Beimischung von nicht gelisteten Infrastruktur-Anleihen sinnvoll sein kann. Denn mit ihrer höheren Rendite können die Infrastrukturtitel die Kosten für das Hedging von Auszahlungsverpflichtungen senken und zugleich die risikoadjustierte Performance des gesamten Portfolios verbessern.

Besonders risikoaffine Investoren, die höhere Renditen suchen, würden wohl am stärksten von der Anlage in nicht börsennotierte Infrastruktur-Aktien profitieren und – bei optimaler Gewichtung – ein Zehntel seines Portfolios dieser Anlageklasse zuweisen.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass private Investitionen in nicht börsennotiertes Infrastruktur-Eigen- und Fremdkapital um ein Vielfaches größer sein könnten als sie es derzeit sind. Höhere Investitionen von Anlegern wären eine sinnvolle Unterstützung für Konjunkturprogramme – und für die Performance der Investoren-Portfolios. Denn die Daten zeigen auch, dass nicht börsennotierte Infrastruktur echte Vorteile innerhalb des Portfolios schafft.

Infrastruktur-Investitionsprogramme, wie sie derzeit in vielen Ländern angeschoben werden, schaffen neue Gelegenheiten für institutionelle Investoren. Diese können aber nur Eingang in Portfolios finden, wenn die wahren Erträge und Risiken dieser Anlageklasse bekannt sind und berücksichtigt werden können. Nun, da bessere Informationen zur Verfügung stehen, können Regierungen auf eine stärkere Beteiligung institutioneller Investoren an der Finanzierung langfristigen Wachstums hoffen.

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EDHECinfra ist der erste und führende Anbieter von Infrastruktur-Indizes. Daneben bietet EDHECinfra, ein Unternehmen der renommierten internationalen Business-School EDHEC, Zugang zu Analysen und Forschungsergebnissen im Bereich nicht-börsennotierter Infrastrukturinvestments (sowohl Eigenkapital als auch Anleihen). Die EDHECinfra-Indizes nutzen die neuesten Marktinformationen, um den Marktwert von Tausenden von nicht-börsennotierten Infrastrukturanleihen und -aktien in 25 Ländern zu messen. Die exklusive Datenbank ist mit über 6.800 investierbaren, nicht-börsennotierten Infrastrukturunternehmen die größte ihrer Art weltweit. Mehr über EDHECinfra und z.B. den renommierten Infra300-Index mit nicht-börsennotierten Infrastrukturinvestments in 22 Ländern erfahren Sie hier:

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