Die gestiegenen Energiekosten setzen die Unternehmen in Deutschland massiv unter Druck. Staatliche Finanzhilfen sollen die Wirtschaft in den nächsten Monaten entlasten, mittel- und langfristig ist Diversifizierung und das Erschließen neuer Energiequellen das Ziel.
Wenige Tage nach Herbstbeginn: In Brunsbüttel rollen Bagger an, fügen dem 13.000-Einwohner-Städtchen an der Nordsee, wo hinter Kuh- und Schafsweiden die Ladekräne des Hafens in den Himmel ragen, noch einen weiteren Tupfer Industrieromantik hinzu. Nach einem beschleunigten Genehmigungsverfahren geht es los mit dem Bau einer Leitung für ein neues Terminal. Durch sie soll bereits zum Jahreswechsel LNG fließen, verflüssigtes Gas (Liquefied Natural Gas), übernommen aus Tankschiffen, die Brunsbüttel aus aller Welt ansteuern. Zunächst wird ein im Hafen fest verankertes Spezialschiff das Frachtgut übernehmen, bis in etwa drei Jahren das endgültige Terminal fertiggebaut ist. Die Kapazität reicht aus, um 2,6 Millionen Durchschnittshaushalte mit Energie zu versorgen.




