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Mehrere Bücher sind nebeneinander angeordnet. Auf den Einbänden sind handschriftliche Dokumente, eine historische Schwarz-Weiß-Fotografie, eine Stadtansicht und Porträts von vier Personen zu sehen.

Antisemitismus geht uns alle an: fünf wichtige Bücher zum Thema

Berichte von Holocaust-Überlebenden, persönliche Erfahrungen und Analysen zu jüdischem Leben, Israel und gesellschaftlicher Diskriminierung.

Antisemitismus ist kein Randphänomen. Er wirkt in gesellschaftlichen Debatten, politischen Konflikten und alltäglichen Vorurteilen fort. Umso wichtiger sind Bücher, die Erfahrungen dokumentieren, historische Zusammenhänge vermitteln und aktuelle Entwicklungen einordnen. Die folgenden Titel bieten unterschiedliche Zugänge zu jüdischem Leben, Israel und Erscheinungsformen des Judenhasses. Bücher, die Wissen vermitteln und zum Weiterdenken anregen.

Ein Buch liegt vor handschriftlichen Dokumenten. Auf dem Einband ist eine historische Schwarz-Weiß-Fotografie mehrerer Menschen zu sehen.

Die ersten Worte nach der Hölle

Unmittelbar nach ihrer Befreiung schrieben Holocaust-Überlebende an ihre Angehörigen. Sie suchten nach Vermissten, berichteten von ihrem Verlust und versuchten, wieder ins Leben zurückzufinden. Diese Briefe entstanden nicht als spätere Erinnerung, sondern im ersten Moment der Freiheit.

Berührende Einzelschicksale, persönliche Zeugnisse und sorgfältige historische Einordnungen machen dieses Buch zu einem einzigartigen Dokument des Holocaust und zu einem eindringlichen Lesebuch über Verlust, Menschlichkeit und die Kraft, nach allem Erlebten weiterzuleben.

Das Buchcover zeigt das Porträt von Rafael Seligmann.

Was es heißt, als Jude in Deutschland zu leben

Rafael Seligmann erzählt von fast sieben Jahrzehnten jüdischen Lebens in Deutschland: von Ausgrenzung und Vorurteilen, von Freundschaft und Solidarität, von Hoffnung und Enttäuschung.

Offen, persönlich und ohne Schonung berichtet er von Erfahrungen, die weit über seine eigene Biografie hinausweisen. So entsteht das eindringliche Bild eines Landes, das sich seiner Geschichte stellt und zugleich vor neuen Herausforderungen steht. Ein bewegendes Buch über Zugehörigkeit, Erinnerung, Antisemitismus und die Frage, wie ein echtes Miteinander gelingen kann.

Auf dem Buchcover ist das Porträt von Dafna Gerstner zu sehen.

Der 7. Oktober veränderte alles – Zeugnis einer Überlebenden

Am 7. Oktober 2023 überlebt Dafna Gerstner im Kibbuz Be’eri 19 Stunden Todesangst. Ihr Bruder wird ermordet, mehr als 100 Menschen ihrer Gemeinschaft verlieren ihr Leben. In diesem erschütternden und zugleich hoffnungsvollen Buch erzählt die Deutsch-Israelin von dem Leben vor dem Massaker, von Verlust und Trauer, von Mut und Zusammenhalt. Sie schildert, wie der 7. Oktober ihr Leben verändert hat. Ein bewegendes Zeugnis aus erster Hand, das hilft zu verstehen, was dieser Tag für Israel, für Juden weltweit und für unsere Gegenwart bedeutet.

Das Buchcover zeigt eine dicht bebaute Stadt mit vielen Hochhäusern.

Israel verstehen

Israel steht im Mittelpunkt weltpolitischer Debatten. Michael Wolffsohn und Johannes Becke bieten mit diesem Standardwerk eine fundierte und umfassende Einführung in Geschichte, Politik, Gesellschaft, Religion und Wirtschaft Israels. Von den Ursprüngen des Zionismus über den Nahostkonflikt bis zu den Herausforderungen der Gegenwart entsteht ein differenziertes Bild eines Landes voller Widersprüche und Dynamik. Zahlreiche Daten, Grafiken, Tabellen und Zeittafeln machen den Band zugleich zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk.

Auf dem Buchcover ist ein älterer Mann mit grauem Haar zu sehen, der eine Hand an sein Gesicht hält.

Was die letzten Zeitzeugen uns mitgeben wollen

Sieben Holocaust-Überlebende warnen vor Hass und Lüge, und sie zeigen Wege in eine menschlichere Zukunft.

Die Erfahrungen der Schoah haben sie gelehrt, wie zerstörerisch Desinformation und Extremismus wirken können. Heute sprechen sie darüber, was unser friedliches Miteinander schützt: Wahrheit, Verantwortung und Menschlichkeit. 

In bewegenden Interviews erzählen Margot Friedländer, Elly Gotz, Ernst Grube, Charlotte Knobloch, Eva Szepesi, Eva Umlauf und Leon Weintraub über ihre Erfahrungen, Werte und Zukunftsvisionen. 

„Nach der Nacht“ ist eine Einladung, die Vergangenheit und Gegenwart ernst zu nehmen, um eine menschlichere Zukunft zu ermöglichen.

Lesen ist Leben – seit 227 Jahren Verlag Herder

Als unabhängiges Familienunternehmen in sechster Generation steht Herder für Kontinuität, Vertrauen und die Fähigkeit, auch durch bewegte Zeiten zu tragen. Aus einem reflektierten Katholizismus hervorgegangen, verbinden wir seit über zwei Jahrhunderten Nachdenken und Vorandenken. Die Themen wandeln sich, die Haltung bleibt: immer nah an den Fragen der Zeit.