Es sind so schöne Erinnerungen. In Tschernihiw, einer Stadt im Norden der Ukraine, hat es in der Nacht geschneit, ein Teppich aus flauschigem Schnee liegt morgens vor dem Haus. Die sechsjährige Melaniia ist begeistert. Schnell warme Sachen angezogen und dann nichts wie raus mit dem rosa Schlitten zu ihren Freundinnen. Erst rodeln und dann einen Schneemann bauen...
Melaniia träumt gerne von diesen Tagen des Glücks. Sie sind lange her. Denn seit dem Frühling 2022 ist nichts mehr, wie es war in Tschernihiw. 30 Tage lang im März und April wurde die Stadt heftig beschossen, Raketen und Geschosse brachten Tod, Verwüstung und Zerstörung. Die Bewohner packten ihre Sachen zusammen und suchten Schutz in Bunkern. Oder flohen weiter weg, um sich in Sicherheit zu bringen. So wie Melaniias Familie, die in ein weit entferntes Dorf zog.












