Die Urlauber kommen nach Hause, die Schulen öffnen wieder und die Ansteckungen steigen rasant: Im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle in Deutschland müssen sich Nicht-Geimpfte jetzt auf mehr Testpflichten einstellen und Schnelltests ab 11. Oktober in der Regel auch selbst bezahlen. Erklärtes Ziel: Möglichst schnell mehr Menschen für Impfungen zu gewinnen und die exponentiell steigende Infektionskurve abzuflachen, um einen neuen Lockdown zu verhindern.

„Uns steht heute ein ganzer Werkzeugkasten zur Verfügung, um das Virus zu bekämpfen und die Krise gut zu überwinden: von medizintechnischen Geräten und Tests über Impfstoffe bis hin zu wirksamen Therapien“, beschreibt Hagen Pfundner die verbesserten Chancen beim Umgang mit der Pandemie. Diese Lösungen seien im Rekordtempo entwickelt worden und der Innovationsstärke der deutschen industriellen Gesundheitswirtschaft und der guten Kooperation zwischen Politik, Behörden, Wissenschaft und Unternehmen zu verdanken. Professor Dr. Hagen Pfundner ist Vorstand der Roche Pharma AG und Geschäftsführer der Roche Deutschland Holding. „Wie wir letztlich abschneiden werden, hängt davon ab, ob wir es schaffen, in einer sich dynamisch entwickelnden Situation mit der erforderlichen Geschwindigkeit und Flexibilität zu handeln und alle Maßnahmen aus dem Werkzeugkasten konsequent einzusetzen“, fügt er hinzu.

„Uns steht heute ein ganzer Werkzeugkasten zur Verfügung, um das Virus zu bekämpfen und die Krise gut zu überwinden: von medizintechnischen Geräten und Tests über Impfstoffe bis hin zu wirksamen Therapien“

Der Erreger verbreitet sich beim Husten, Niesen und Sprechen über fliegende Tröpfchen. Er bleibt in Form feinerer Partikel, sogenannter Aerosole, teils Stunden in der Luft. Und er kann über kontaminierte Oberflächen weitergegeben werden. Wenn ein gesunder Mensch auf diese Weise das SARS-CoV-2--Virus an seine Schleimhäute in Mund, Nase oder Augen bekommt, dann droht eine womöglich folgenschwere COVID-19-Erkrankung. Genau das sollen die wichtigsten Schutzmaßnamen in der Coronakrise verhindern: Mindestabstand, Masken, häufiges Händewaschen und eine gute Hygiene sollen ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Außerdem: Schnell impfen, besonders auch bei den Zweitimpfungen vorankommen - und weiter häufig testen. „Man kann ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bereits zu Beginn der Pandemie.

Die COVID-19-Tests auf einen Blick

PCR-Tests

Der PCR-Test im Labor ist sehr zuverlässig und spürt auch kleine Virenmengen auf. Allerdings dauert es meist mindestens 24 Stunden, bis das Ergebnis vorliegt. Wer Symptome hat, die typisch für eine Infektion mit dem Coronavirus sind, oder engen Kontakt zu einer infizierten Person hatte, sollte einen PCR-Test machen lassen. Auch vor einer geplanten Operation kann ein PCR-Test sinnvoll sein.

Es gibt auch PCR-Tests, die vor Ort durchgeführt werden können und die Probe nicht ins Labor muss. Der PCR-Test ist als Schnelltest oder Labortest von identischer Technik und daher gleichermaßen genau und zuverlässig.

Antigen-Tests

Wenn von Schnelltests die Rede ist, sind meist Antigen-Tests gemeint. Bei einem Antigen-Test wird als Probe wie bei einem PCR-Test ein Abstrich aus dem Nasenrachenraum genommen. Antigen-Schnell-Tests sind einfach in der Anwendung, bereits nach 15 bis 30 Minuten liegt ein Ergebnis vor und sie verringern so die Zeit, in denen Menschen unbemerkt weitere Personen infizieren können.

Antigen-Tests gibt es derzeit in drei Varianten, als Selbsttests, als sogenannte PoC-Tests, und als Labortests. Ein negatives Ergebnis bei einem PoC-Test (Point-of-Care-Test) oder Labortest gilt als Bestätigung, um bestimmte Dienstleistungen und Einrichtungen nutzen zu können, falls die Vorschriften zur Eindämmung der Pandemie diese aktuell vorschreiben. Einen Antigen-Selbsttest, den auch Laien anwenden können, wird dagegen nicht als offizieller Nachweis anerkannt.

PoC steht für Point of Care und bedeutet, die Speichelprobe wird in einer Teststation, Arztpraxis oder Klinik direkt untersucht und nicht in ein Labor geschickt. Die Probe muss aber von dafür ausgebildeten Personal aus dem Nasen-Rachen-Raum genommen werden.

Der Elecsys SARS-CoV-2 Antigen-Test von Roche wird in medizinischen Laboratorien von Fachpersonal durchgeführt und kann als Alternative oder in Verbindung mit PCR-Tests verwendet werden. Dies ist von großem Vorteil, wenn zuverlässige PCR-Labortests nur begrenzt oder gar nicht verfügbar sind.

Antikörper-Tests

Ein Antikörper-Test kann feststellen, ob jemand in den vergangenen Wochen oder Monaten mit dem Coronavirus infiziert war. Als Probe sind einige Tropfen Blut notwendig, die im Labor untersucht werden. Wenn darin Antikörper gegen SARS-CoV-2 zu finden sind, war der Betreffende wahrscheinlich bereits mit dem Coronavirus infiziert, auch wenn er keine oder nur milde Symptome hatte. Antikörper-Tests gibt es auch als Schnelltest. Ein paar Tropfen Blut und ein wenig Verdünnungsmittel werden auf ein Testfeld aufgebracht. Nach einigen Minuten ist das Ergebnis zu sehen.

Die „3G-Regel“

Nach dem niedrigen Niveau des Sommers steigen die Infektionen laut Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen wieder exponentiell. Der Basis-Schutz mit Abstand, Hygiene und Maskenpflicht in Bussen, Bahnen oder Geschäften bleibt daher bestehen. Und es gibt jetzt die „3G-Regel“ für den Zugang zu bestimmten Innenräumen: Hinein oder teilnehmen kann nur, wer geimpft, genesen oder frisch negativ getestet ist. Diese Regelung gilt seit dem 23. August. Ausgenommen sind voll Geimpfte, Genesene und Schüler ab 6 Jahren, die ohnehin regelmäßig getestet werden.

„Testen, testen, testen“, forderte die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits Anfang des vergangenen Jahres. Die Kapazitäten der Diagnostikunternehmen sowie der Labore wurden daher hochgefahren und eine nationale Teststrategie entwickelt, um einen Überblick zu bekommen, wer wo infiziert worden ist und wie man gegensteuern kann.

„Infizierte können schnell erkannt und behandelt werden, Infektionsketten unterbrochen und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung geschützt werden“, fasst Dr. Nico Michel, Leiter Marketing und Vertrieb Labordiagnostik, Roche Diagnostics Deutschland GmbH die Strategie zusammen. Durch diesen detaillierten Überblick sei es möglich den Menschen stufenweise eine gewisse Normalität und essenzielle Freiheiten zurückzugeben. Im Zusammenspiel mit den allgemeinen Hygieneregeln AHA+L spielt das Testen seine Stärke aus: Dadurch können Schüler den Unterricht besuchen und die Menschen zum Friseur gehen, ohne sich einer allzu großen Gefahr auszusetzen”. Dagegen wäre vieles ohne Tests ein Blindflug. Wenn zu wenig getestet werde, führe dieses Versäumnis häufig wieder zu aufflackernden Infektionsherden, analysiert Virologe Michel.

„Infizierte können schnell erkannt und behandelt werden, Infektionsketten unterbrochen und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung geschützt werden.“

Laut RKI-Chef Lothar Wieler ist die Delta-Mutante des Coronavirus jetzt die dominierende Variante in Deutschland. Zuvor hatten bereits Ärzte und Politiker angesichts der Delta-Variante zu Vorsicht und Wachsamkeit aufgerufen. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnte vor einer sehr schnellen Ausbreitung. „Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben“, erklärt Montgomery.

Testen – unser Weg in die Freiheit

Digitalisierung der Labore

Um sogenannte Infektionsketten zu ermitteln, spielen die Gesundheitsämter eine wichtige Rolle. Ist eine Infektion mit dem Coronavirus durch einen Test nachgewiesen, werden alle direkten Kontakte des Betroffenen der vergangenen Tage bis zu zwei Tage vor dem Tag, an dem die ersten Symptome aufgetreten sind, abgefragt. Denn schon vor dem Ausbruch der Erkrankung könnten die Betroffenen das Virus weiterverbreitet haben. Zu Beginn der Pandemie kamen die Gesundheitsämter bei Befragungen oft auf 40 bis 100 Kontaktpersonen pro Infiziertem. „Tests leisten einen erheblichen Beitrag, um das Virus einzudämmen, den Menschen viel Leid zu ersparen und die Anzahl an Intensivpatienten zu reduzieren“, resümiert Nico Michel, Virologe und Vertriebsleiter bei Roche.

„Tests leisten einen erheblichen Beitrag, um das Virus einzudämmen, den Menschen viel Leid zu ersparen und die Anzahl an Intensivpatienten zu reduzieren“

Auch aus medizinischer Sicht sei es sinnvoll gewesen die Kapazitäten hochzufahren. Mit der nun vorhandenen Infrastruktur und Technik werden wir auch in Zukunft bei anderen Pandemien zum Beispiel durch Viren oder multiresistente Keime schneller und umfassender handeln können“, ist Michel überzeugt. Denn in den vergangenen eineinhalb Jahren wurden Labore umfassend modernisiert, und arbeiten heute digitaler als vor der Pandemie, die Übermittlung der Ergebnisse geht schneller und ist nutzerfreundlicher. Das negative Corona-Testergebnis kann so auf dem Handy vorgezeigt und abgespeichert werden.

Chancen der Diagnostik

Innerhalb kürzester Zeit entstanden bundesweit Testzentren, Firmen und Schulen testen inzwischen umfassend, Infektionsherde können dadurch oft frühzeitig erkannt und eingedämmt werden. „Die Menschen haben verstanden, wie viele Chancen in der Diagnostik stecken“, beobachtet Michel. Bei zukünftigen Pandemien werde die Entwicklung von PCR- und Antigen-Tests sicherlich noch schneller gehen, SARS-CoV-2 sei ein wichtiger „Testlauf“ gewesen. „So werden wir bei zukünftigen Erregern noch schneller reagieren und Epidemien leichter eindämmen können“, prognostiziert Michel. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Epidemie oder Pandemie vor der Tür stehe, aber dann seien wir gut vorbereitet. „Wir haben jetzt mehr Geräte, größere Produktionsstätten für Verbrauchsmaterialien und bessere Prozesse, um auf eine Pandemie schnell zu reagieren.“

Die zukünftige Rolle von Tests

Etablierte
Test-Infrastruktur
Schnelle Test-Entwicklung und Produktionsprozesse
Patientenvertrautheit
mit Tests
Bei zukünftigen Pandemien
schneller testen.
Mehr Tests für andere Erkrankungen
und Gesundheits-Check-ups

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Roche beschäftigt in Deutschland rund 17.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei großen Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: Von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2,6 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de

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