Die Firma ohne neue Mitarbeiter:
Wie KI-Mitarbeitende Arbeitswelt und Unternehmensführung umkrempeln
© academy4.ai GmbH
Bei academy4.ai® arbeiten 23 KI-Mitarbeitende und nur drei Menschen. Künstliche Intelligenz nicht nur als Werkzeug, sondern als vollwertige Mitarbeitende zu sehen, verändert die Arbeit an sich und das Konzept von „Unternehmen“ selbst.
Einmal hypothetisch gefragt:Was wäre, wenn ein Unternehmen, nicht mehr darauf angewiesen wäre, Menschen einzustellen, weil es in der Lage ist, sich seine Mitarbeiter zu „bauen“? Was sich nach Science-Fiction anhört, ist bei academy4.ai® bereits lebendige Realität. Das Unternehmen hat genau diesen Schritt vollzogen – und erklärt ihn zur Leitlinie „Wir wollen weiterwachsen. Aber wir planen nicht, zusätzliche Menschen einzustellen.“ Von den aktuell 26 Mitarbeitenden im Unternehmen sind 23 KI-Mitarbeitende, die von den drei realen Menschen evaluiert und geführt werden.
Damit löst sich das Unternehmen bewusst vom klassischen Bild der Firma mit Büros, in denen menschliche Kolleginnen und Kollegen sitzen. Vielmehr gleicht es einem Orchester aus spezialisierten, digitalen Kräften, präzise dirigiert von einer sehr kleinen Zahl realer Verantwortlicher.
Jeder KI-Agent ist eine Person – organisatorisch wie
Wirft man einen Blick auf das Organigramm von academy4.ai®, so deutet nichts darauf hin, dass hier etwas radikal Neues entstanden ist: Es zeigt Geschäftsbereiche, Verantwortlichkeiten, Namen und Stellenbezeichnungen. Das ist eine ganz bewusste Entscheidung: Die 23 KI-Mitarbeitenden von academy4.ai® sind und sollen keine anonymen Chatfenster sein, sondern digitale Kollegen mit Charakter. Sie sind vollwertige Mitarbeitende mit fachlicher Spezialisierung. Deshalb tragen sie alle Namen, haben Rollenbeschreibungen, klare Zuständigkeiten und definierte Eskalationsstufen. Für jeden einzelnen gibt es eine Personalakte. Mit ihnen werden, wie mit realen Menschen auch, Mitarbeitergespräche geführt und individuelle Ziele vereinbart.
Wer wie „Franzl“ für das Marketing verantwortlich ist, wird an Kennzahlen wie Reichweite, Leads, Conversion gemessen. Wer wie „Nastia“ im Community-Management arbeitet, wird an Reaktionszeit, Tonalität und Zufriedenheit der Teilnehmenden bewertet. Die KI-Mitarbeitende „Jenny“ verantwortet HR-nahe Prozesse und stellt sicher, dass Dokumente, Zertifikate und Abläufe rechtlich sauber ausgestaltet sind.
Wie führt man ein Unternehmen ohne klassische Belegschaft?
Auch ein Unternehmen, in dem KI-Mitarbeitende die überwältigende Mehrheit stellen, muss geführt werden. Das ist die Aufgabe der drei realen Menschen: Sie übernehmen die operative, strategische und personelle Führung. Damit findet auch eine bemerkenswerte Verschiebung der „klassischen“ Führungsarbeit mit realen Menschen hin zur Aufsicht und iterativen Optimierung digitaler Persönlichkeiten und deren Arbeit statt. Im Vergleich zu Unternehmen mit nur menschlichen Mitarbeitenden ist hier das Thema Mitarbeiterbildung ist ein größerer Bestandteil der täglichen Arbeit der menschlichen Unternehmensführung: Allerdings müssen Mitarbeitende nicht mehr auf Seminare und Kurse geschickt werden, sondern die einzelnen Agenten benötigen kontinuierlich Updates und Upgrades ihres Wissens – und können damit umgehend bessere Entscheidungen treffen.
Auch die in der Theorie sehr wichtigen, in der Praxis aber sehr diffusen Themen wie Firmenkultur, Werte und Auftreten lassen sich damit ebenso einfach in den Mitarbeitenden verankern: Was „on brand“ ist und welche Tonalität die richtige ist, wird einfach in die Agenten hineingeschrieben.
Die Firma als Betriebssystem
In der Industriegesellschaft bestand ein Unternehmen aus Menschen, Maschinen, Prozessen und Kapital. Im Modell von academy4.ai® kommt eine weitere Kategorie hinzu: KI-Agenten. Diese sind weder Werkzeuge noch externe Dienstleister. Sie sind vertraglich nicht angestellt – organisatorisch aber sehr wohl. Sie übernehmen funktionale Rollen und sind eindeutig zuordenbar. Sie haben definierte Zuständigkeiten. Sie hinterlassen eine nachvollziehbare Spur ihrer Entscheidungen.
KI-Angestellte beziehen keine Gehälter. Sie lassen sich klonen und in beliebiger Zahl neu einstellen oder entlassen. Dennoch geht das Modell nach Ansicht der Gründer von academy4.ai® weit über das einfache Kostensenken hinaus: Vielmehr definiert es neu, was ein Unternehmen eigentlich ist und wie es funktioniert. Eine Firma lässt sich damit weniger als sozialer Raum beschreiben, eher gleicht sie einem Betriebssystem: Klein im physischen Personalbestand, aber groß in der operativen Kapazität.
Was bleibt vom Menschen?
Seit das Thema KI vor wenigen Jahren so deutlich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten ist, steht immer eine Frage im Raum: Wenn die KI so viel kann, wofür benötigt man dann noch Menschen? Die Gründer von academy4.ai® haben darauf eine klare Antwort: für die menschliche Urteilskraft. Denn Menschen entscheiden, welche Märkte sinnvoll sind. Menschen definieren Prioritäten. Menschen setzen ethische und rechtliche Leitplanken. Und nur Menschen können die Verantwortung für das tragen, was ihre KI-Angestellten tun, und über rechtlich sensible Themen wie Vertragskonditionen oder arbeitsrechtliche Zusagen entscheiden.
Alles andere, von der Ausführung, der Wiederholung und der Skalierung von Aufgaben und Prozessen, kann, darf, soll und wird zunehmend von KI-Mitarbeitenden übernommen werden. Darin sehen Experten auch einen vielversprechenden Ansatz, den aktuellen Fachkräftemangel zu lindern und die weitere Verknappung von Fachkräften durch den demografischen Wandel abzufedern: Statt monatelang zu probieren, eine offene Stelle zu besetzen, ließe sich in vielen Fällen stattdessen kurzerhand eine passende Rolle definieren und als KI-Agent bauen. Die Zeitschrift Business Punk sieht darin nicht weniger als ein „radikales Gegenmodell zum War for Talents“, auch Formate wie Schikonomy greifen diese Verschiebung auf.
„Bau dir deinen eigenen KI-Mitarbeitenden“ – vom Experiment zum Geschäftsmodell
academy4.ai® bietet sein Modell inzwischen als Produkt für Unternehmen an, die einen Ausweg aus dem Spannungsfeld Fachkräftedruck, Kostenobergrenze und Wachstumszielen suchen. Der Prozess hin zum eigenen KI-Mitarbeitenden sieht so unspektakulär wie klassische Personalarbeit aus: Es beginnt mit der Frage, welche Aufgaben der neue KI-Mitarbeitende übernehmen soll. Anschließend wird der Agent aufgesetzt und erhält einen Namen, eine Aufgabe und eine Entscheidungsgrenze. All das wird schriftlich in der Personalakte des KI-Mitarbeitenden dokumentiert. Ist das geschehen, lässt sich der neue Mitarbeitende in den Betrieb integrieren und übernimmt die zugewiesenen Aufgaben. Wie jeder menschliche Mitarbeitende auch wird ein KI-Mitarbeitender nicht einfach laufen gelassen, sondern von einem menschlichen Vorgesetzten geführt.
Ausblick:
Das Beispiel academy4.ai® gibt einen Eindruck davon, wie sehr sich das Verständnis von Beschäftigung durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz verschieben kann. Nicht zwangsläufig weg vom Menschen – aber weg von der Idee, dass jede Aufgabe zwingend einen Menschen binden muss. Es macht ebenso deutlich, dass es nicht ausreicht „irgendwo KI einzubauen“, um deren Möglichkeiten voll auszunutzen. Es ist ebenso notwendig, sich als Organisation neu zu ordnen. Am Ende dieser Transformation können Organisation stehen, die sehr klein sind – und gleichzeitig sehr groß handeln.
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